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Workshop zu Innovationskultur in Hochschulen

Workshop zu Innovationskultur in Hochschulen

von Annabell Bils, Nicole Engelhardt, Tobias Koch und Sabine Schulz

Seit einigen Wochen arbeiten wir als Community Working Group des Hochschulforums Digitalisierung zum Thema Innovationskultur. Im Rahmen dessen haben wir mit dem Telekommunikationsunternehmen sipgate und der Katholieke Universiteit Leuven zwei innovative Organisationen besucht, um herauszufinden, was Innovationskultur dort ausmacht. Als dritter Ort folgt das d.lab der Deutschen Bahn im Februar. Erste Gemeinsamkeiten haben sich dabei bereits gezeigt.

Als einen nächsten Schritt wollen wir mit weiteren Interessierten überlegen, wie sich unsere Erkenntnisse auf unsere jeweiligen Hochschulkontexte übertragen lassen: Wie wollen wir zukünftig miteinander arbeiten? Wo braucht es Freiheiten? Wo klare Regeln, um Innovation zu ermöglichen?

Neugierig geworden? Wir laden Sie dazu ein, mit uns gemeinsam zu diskutieren und zwar am 25.03.2020 in Bonn (Räumlichkeiten der HRK, Ahrstraße 39, 53175 Bonn). Für einen intensiven Austausch ist die Teilnehmendenzahl auf 20 Personen begrenzt. Eingeladen sind Hochschulleitungen, Lehrende, Verwaltungsmitarbeitende und Studierende. Schicken Sie uns für Ihre Anmeldung bitte eine Mail an: cwg_innovationskultur@khm.de. Teilen sie uns bitte neben Ihrem Namen und Ihrer Funktion mit, warum das Thema Innovationskultur in Hochschulen für Sie relevant ist und welche Fragen Sie hierzu beschäftigen.

Impressionen unserer ersten Besuche

Bei sipgate haben wir erfahren (hier der komplette Beitrag zu diesem Besuch), was die radikale Umstellung auf die Scrum-Arbeitsweise ausgelöst hat, außerdem haben wir von positiven und auch schwierigen Erfahrungen im Umstellungsprozess gehört und gelernt, von welchen Grundüberzeugungen und Prinzipien das Arbeiten und Miteinander bei sipgate heute getragen ist. Vor Ort konnten wir einen Eindruck davon gewinnen, wie dies im Arbeitsalltag und in der Raumgestaltung umgesetzt wird.

Foto: Sabine Schulz

Bei unserem Besuch bei der KU Leuven (ausführlicher Bericht folgt im Blog der Musterwandler in Hochschulen) haben wir das Thema Innovationskultur aus der Sicht einer Hochschule beleuchtet. Wir hatten die Gelegenheit, mit Personen aus unterschiedlichen Bereichen der Hochschule zu sprechen. So konnten wir die Perspektiven der Leitung einer großen Forschungs- und Entwicklungseinheit und einer Innovationsabteilung innerhalb des Departments sowie die Sicht eines Forschers kennenlernen.


Koenraad Debackere, Rudi Cuyvers, Nick Geukens. Fotos: FernUniversität

Alle drei haben den besonderen Stellenwert der Freiheit des eigenen Handelns und die Übernahme von Verantwortung hervorgehoben. Ebenfalls wichtig ist die Kollaboration – im Team untereinander, aber auch durch externe Partnerschaften.

If you want to be successful on the inside, look at the outside! – Koenraad Debackere

Schon nach diesen zwei Besuchen sind uns ein paar Parallelen zwischen sipgate und der KU Leuven aufgefallen. So ist das Mindset der Beteiligten in beiden Institutionen ein wesentlicher Faktor der Innovationskultur. Man erreicht die Mitarbeitenden dadurch, dass Zusammenarbeit, Agilität und neue Strukturen vorgelebt und damit auch erlebbar gemacht werden. Ideen werden nicht vorgegeben, sondern entstehen durch Experimentieren und Beobachten im eigenen Kontext. Damit schafft man Identifikationsflächen auf Ebene der Mitarbeitenden. Alle Gesprächspartner haben zudem die Orientierung an den Bedürfnissen der Kund*innen und unternehmerisches Denken als wichtige und inzwischen selbstverständliche Bausteine ihres Handeln geschildert. Schließlich scheint sowohl bei sipgate als auch an der Universität Leuven die Sichtbarkeit entscheidend zu sein – einerseits im Sinne von Transparenz, aber auch, um das Erreichte nach Außen zu zeigen. So gesehen, hat uns auch diese Einstellung bei unseren Besuchen sehr offene Einblicke in die beiden Organisationen/ Einrichtungen ermöglicht.

Allerdings: Bei beiden Organisationen brauchte es zu Beginn einen Auslöser, um Innovationen hervorzubringen – wie Unzufriedenheit mit dem Bestehendem oder absehbar nicht ausreichende Entwicklungs-/ Finanzierungsperspektiven. Wir sind gespannt zu erfahren, was die Entwicklung des d.lab ausgelöst, befördert, vielleicht auch erschwert hat.

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