Kennen Sie schon… Lebendige Statistik?

Die Lebendige Statistik ist eine Methode, die sich zum Einstieg in ein Thema oder zum Kennenlernen in Präsenzveranstaltung auch mit größeren Gruppen eignen kann. Sie aktiviert die Lernenden auch körperlich, visualisiert Inhalte und regt zu einem ersten Austausch unter den Lernenden an.

Illustration zur Lebendigen Statistik
Grafik: FernUniversität

Die Lernenden werden gebeten sich im Raum entsprechend ihrer Antwort zu einer vorgegebenen Frage oder Aussage zu platzieren. Vorher wird durch den*die Lehrende*n festgelegt, welche Verortung im Raum für welche Antwort steht. So können die Lernenden bspw. gebeten werden sich entsprechend ihres Alters geordnet aufzustellen, sich auf einer imaginären Landkarte anhand ihres Geburtsortes zu platzieren oder je nach Zustimmung oder Ablehnung einer Aussage einen bestimmten Bereich im Raum aufzusuchen. Die Methode regt erste Gespräche unter den Lernenden an (bspw. wenn sich diese sortieren sollen und erfragt werden muss, wofür der*die andere steht, um sich selbst einordnen zu können) und erlaubt visuelle Orientierungen über die Zusammensetzung der Lernenden. Bei der Positionierung zu inhaltlichen Fragen oder Aussagen aus dem Lehrveranstaltungskontext können darüber hinaus Meinungen und Vorwissen schnell und übersichtlich für die Lehrenden in Erfahrung gebracht werden.

Methodensteckbrief

Voraussetzungen

  • freie Fläche und/oder ausreichend großer Raum (ggf. in der Lehrveranstaltung gemeinsam zu schaffen)
  • Aussagen oder Fragen vorbereiten, zu denen sich die Lernende verorten sollen
  • Festlegung der räumlichen Zuordnungen für die Antwortkategorien

Ablauf

  1. freien Raum schaffen, Lernende bitten sich frei im Raum zu verteilen
  2. Frage/Aussage präsentieren
  3. festgelegte räumliche Kategorien für Antwortmöglichkeiten erläutern
  4. Lernende positionieren sich
  5. Lehrende*r und Lernende schaffen sich gemeinsam Bild des Ergebnisses
  6. ggf. Austausch über das Ergebnis und eventuelle Auffälligkeiten

Ziele und Vorteile

  • auch körperlich aktivierende Methode
  • geeignet zum Kennenlernen und/oder inhaltlichen Einstieg ins Veranstaltungsthema
  • kann ggf. erste Diskussionen unter den Lernenden anregen
  • ermöglicht schnelle visuelle Orientierungen für Lehrende und Lernende zur Zusammensetzung des Plenums

Nachteile

  • erfordert ausreichend freie Fläche bzw. ausreichend großen Raum
  • nur in Präsenzveranstaltungen umsetzbar
  • sorgfältige Abwägung der Fragen/Aussagen erforderlich (bspw. könnte einzelne Lernende die Frage nach ihrem Alter nicht beantworten wollen, …)

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