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Innovative Lehrprojekte – Interview mit Dr. Kristina Rosenthal

Innovative Lehrprojekte – Interview mit Dr. Kristina Rosenthal

Dr. Kristina Rosenthal
Dr. Kristina Rosenthal, Foto: Hardy Welsch

In der Reihe „Innovative Lehrprojekte“ stellen wir die Projekte vor, die im Rahmen der Zertifikatsprogramme HD-NRW und E-Teaching-Zertifikat entstanden sind. Dr. Kristina Rosenthal hat sich gemeinsam mit Herrn Prof. Strecker mit der Neuerstellung eines Brückenkurses zum wissenschaftlichen Arbeiten auseinandergesetzt und hat uns dazu unsere üblichen Fragen beantwortet.

Wie bist du auf die Idee zu deinem Projekt gekommen?

Der Brückenkurs „Wissenschaftliches Arbeiten – Grundfragen, Orientierung, Werkzeuge“ thematisiert wissenschaftliches Arbeiten als zentrale Kompetenz eines Universitätsstudiums und vermittelt grundlegendes Wissen zu wissenschaftlichem Arbeiten sowie handwerkliche Aspekte zu diesem Thema. Den Kurs haben wir zum Wintersemester 2017/2018 neu erstellt. Er richtet sich an Studieninteressierte und an Studierende in Bachelor- oder Masterstudiengängen, insbesondere an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft.

Der Entschluss, die Erstellung des Kurses als innovatives Lehr-Lern-Projekt zu fassen, basiert insbesondere auf zwei Gründen: Erstens bietet die Erstellung eines neuen Lehrangebots die Möglichkeit, ein Lehrveranstaltungskonzept zu entwickeln und umzusetzen ohne schrittweise Anpassungen im laufenden Lehrbetrieb vorzunehmen. Zweitens ist die heterogene und große Zielgruppe interessant, die den Kurs außercurricular belegen kann. Diese Möglichkeiten beziehungsweise Herausforderungen motivierten die Erstellung eines Lehrveranstaltungskonzepts, das einen Studienbrief sinnvoll mit digitalen Lehrmaterialien kombiniert, zum Beispiel Videovorlesungen, virtuellen Übungen und einem Moodle-Kurs. Gemeinsam mit Herrn Prof. Stecker habe ich ein didaktisches Konzept entwickelt, das darauf gerichtet ist, die Teilnehmenden bei der selbständigen Erarbeitung der Inhalte des Brückenkurses zu unterstützen. Der didaktische Reiz des Projektes bestand insbesondere darin, unterschiedliche Lehrmaterialien sinnvoll zu integrieren.

Welche Überlegungen lagen der Umsetzung des Projekts zugrunde?

Das Projekt basiert auf der Annahme, dass eine sinnvolle Kombination unterschiedlicher Lehrmaterialien sowohl die Informationsübermittlung als auch ein gemeinsames Verständnis fördern kann. Dabei liegt der Fokus auf digitalen Lehrmaterialien, die die Teilnehmenden in ihren eigenständigen Lernprozessen unterstützen. Die Teilnehmenden sollen die Möglichkeit bekommen, die Lehrmaterialien selbständig in freier Zeiteinteilung und bei freier Ortswahl zu studieren. Dies ist insbesondere in Anbetracht der verschiedenen Hintergründe und Bedarfe der Teilnehmenden relevant: Von Studieninteressierten, die in kurzer Zeit einen ersten Einblick in das wissenschaftliche Arbeiten erlangen möchten, bis hin zu Studierenden, die ihre Masterarbeit erstellen und den Brückenkurs als Begleitung und Unterstützung dafür studieren.

Welche Herausforderungen sind dir während der Planung und der Durchführung begegnet?

Die Gestaltung und Erstellung insbesondere digitaler Lehrmaterialien ist meines Ermessens stets mit spezifischen Herausforderungen verbunden. Das Erstellen von Lehrvideos umfasst zum Beispiel die Konzeption und Vorbereitung der Videos – inklusive der Vorbereitung der Tonspur – genauso wie die technische Umsetzung. Meine persönliche Erfahrung ist, dass insbesondere die Vorbereitung zeitaufwändig ist. Es ist also grundsätzlich von hoher Wichtigkeit, hinreichend Zeit dafür einzuplanen. Für die technische Umsetzung gibt es Werkzeuge, die es ermöglichen, komfortabel und zeiteffizient Videos am eigenen Notebook aufzuzeichnen.

Wie war die Reaktion der Studierenden?

Die Reaktionen der Studierenden auf die Lehrmaterialien waren durchweg positiv. Insbesondere die Ergänzung des schriftlichen Materials um Videovorlesungen wurde positiv aufgenommen – verbunden mit Anregungen von Studierenden für weitere Videovorlesungen. Auch in den virtuellen Übungen, die einen direkten Austausch und vor allem Diskussionen zwischen Teilnehmenden und Kursbetreuung ermöglichen, haben wir positive Rückmeldungen erhalten.

Was planst du noch für die Zukunft im Zusammenhang mit dem Projekt?

Wir entwickeln den Brückenkurs kontinuierlich weiter und wir sind stets an studentischem Feedback interessiert, das in zukünftige Überarbeitungen einfließen kann. Aktuell überarbeiten und erweitern wir den Brückenkurs im Rahmen eines Projektes, das im Förderprogramm „Innovative Lehre“ gefördert wird: Es werden weitere digitale Lehrematerialien erstellt, die die Lernprozesse der Teilnehmenden unterstützen sollen, und  jegliche Lehrmaterialien sollen im Hinblick auf eine möglichst barrierearme Gestaltung überarbeitet werden – um weitere Teilnehmende anzusprechen und für das wissenschaftliche Arbeiten begeistern zu können.

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