Innovative Lehrprojekte – Interview mit Dr. Hendrik Sonnabend

Dr. Hendrik Sonnabend
Dr. Hendrik Sonnabend

In der Reihe „Innovative Lehrprojekte“ stellen wir die Projekte vor, die im Rahmen der Zertifikatsprogramme HD-NRW und E-Teaching-Zertifikat entstanden sind. Diesmal mit: Dr. Hendrik Sonnabend aus der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft. Er hat sich dafür entschieden, seine Kurse mit vertiefenden Lehrvideos zu unterstützen.

Wie bist du auf die Idee zu deinem Projekt gekommen?

Erste Anregungen habe ich durch ein didaktisches Beratungsgespräch mit Nicole Engelhardt von der e-KOO gewonnen. Nicole war damals Ansprechperson des NRW-Zertifikatsprogramms „Professionelle Lehrkompetenz“ an der FernUniversität in Hagen (FeU). Zusammen sind wir mein bestehendes Lehrinstrumenten-Portfolio durchgegangen, um Potentiale für „quick wins“ auszumachen. Eine der daraus resultierenden Ideen war, durch kurze Begrüßungsvideos auf der Moodle-Lernplattform den Dozenten (also mich) in „Bild und Ton“ erlebbar und somit nahbarer zu machen, da in der Anonymität ja durchaus ein Problem der traditionellen Lehre an der FeU besteht. Der Ansatz hat mir so gut gefallen, dass ich noch einen Schritt weiter gehen und kursunterstützende Lehrvideos erstellen wollte.

Welche Überlegungen lagen der Umsetzung des Projekts zugrunde?

Dem Projekt lagen zwei Hauptmotive zugrunde.

Erstens wollte ich mich als Dozent durch Bild, Ton und ein „entspanntes“ Setting nahbarer machen. Ähnlich den Video-Tutorials von Jörn Loviscach sollte es ein Gefühl von „direkt vom Schreibtisch weg“ vermitteln.

Zweitens war es mir ein Anliegen, einen didaktischen Mehrwert gegenüber dem doch beschränkten Lehrmedium „Studienbrief“ zu schaffen. So ist es beispielsweise ein Unterschied, ob ein 4-Quadranten-Diagramm lediglich im Text beschrieben, oder im Video schrittweise entwickelt wird.

Welche Herausforderungen sind dir während der Planung und der Durchführung begegnet?

Die technische Realisation war bedingt durch die nutzerfreundliche Software und den guten Support seitens des ZMI insgesamt unproblematisch. Auch die inhaltliche Aufbereitung und Skizzierung eines „Drehbuchs“ gestaltete sich nicht aufwendiger als die Vorbereitung einer Vorlesungseinheit gewesen wäre. Als schwierig empfand ich es hingegen, ein Feedback und inhaltliche Anregungen von Studierendenseite zu erhalten.

Wie war die Reaktion der Studierenden?

S.o.: Wohlwollend, aber nominell leider in eher überschaubarem Ausmaß.

Was planst du noch für die Zukunft im Zusammenhang mit dem Projekt?

Der Lehrstuhl hat sich, auch beeinflusst von meiner „Pionierarbeit“, im Rahmen des Förderprogramms „Innovative Lehre“ der FeU um Mittel beworben, mit dem Ziel, weitere Lehrvideo zu erstellen. Daran wäre ich natürlich beteiligt, sodass ich guter Dinge bin, meine im Rahmen des Projekts erworbenen Kompetenzen erneut anwenden und weiter vertiefen zu können.

Ein Beispiel aus Hendrik Sonnabends Lehrvideo-Sammlung.

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