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Innovative Lehrprojekte – Interview mit Dr. Annette Klein

Innovative Lehrprojekte – Interview mit Dr. Annette Klein

In der Reihe „Innovative Lehrprojekte“ stellen wir die Projekte vor, die im Rahmen der Zertifikatsprogramme HD-NRW und E-Teaching-Zertifikat entstanden sind. Dr. Annette Klein hat sich mit den Einsatz- und Gestaltungsmöglichkeiten von Quizzen in Moodle zur selbständigen Lernkontrolle beschäftigt und uns hierzu unsere Fragen beantwortet.

Portraitfoto Dr. Annette Klein
Dr. Annette Klein (Foto: privat)

Wie bist du auf die Idee zu deinem Projekt gekommen?

Im Zuge der Aktualisierung und Erweiterung des Kurses „Unternehmensnachfolge“ (41201) entstand die Idee, die Studienbriefe um eine multimediale Übung in Moodle zu ergänzen. Der Kurs gehört dabei zum gleichnamigen Wahlpflichtmodul „Unternehmensnachfolge“ (31591), das im Bachelorstudiengang Wirtschaftswissenschaft, im Bachelorstudiengang Wirtschaftsinformatik sowie in Akademiestudiengängen und in der Weiterbildung Verwendung findet. Moodle als zentrale Lernumgebung bietet zahlreiche Möglichkeiten zur Gestaltung eines digitalen Lernangebots. Positive Erfahrungen mit multimedialen Übungen in Moodle bei anderen Modulen des Lehrstuhls haben den Entschluss zu diesem Projekt gestärkt.

Welche Überlegungen lagen der Umsetzung des Projekts zugrunde?

Um ein möglichst zweckgerechtes Lernangebot zu konzipieren, sollen sich die Aufgaben im Selbstlerntest auf zentrale Fragestellungen und auf solche, die den Studierenden erfahrungsgemäß die größten Schwierigkeiten bereiten, konzentrieren. Auf diesem Wege soll zugleich ein angemessener Bearbeitungsaufwand eingehalten werden.

Durch die multimediale Übung sollen Studierende den Fortschritt ihres Lernens überwachen sowie Stärken und Schwächen feststellen können. Eine automatisierte Auswertung ermöglicht dabei eine direkte Rückmeldung im Sinne der Lernerfolgskontrolle. Darüber hinaus wird eine Aktivierung/Intensivierung der Auseinandersetzung mit den Lerninhalten angestrebt. Im Sinne des selbstgesteuerten Lernens entscheiden die Studierenden, ob und wie sie den Selbstlerntest nutzen, wählen Ort und Zeit sowie bestimmen Geschwindigkeit und Intensität der Bearbeitung.

Welche Herausforderungen sind dir während der Planung und der Durchführung begegnet?

Das digitale Lehrprojekt besteht aus Multiple-Choice-Aufgaben, Zuordnungsaufgaben, Lückentextauswahlaufgaben und Rechenaufgaben. Eine zentrale Herausforderung lag in der Formulierung zieladäquater Fragen und in der Auswahl passender Aufgabentypen. In diesem Zusammenhang sind entsprechende Hinweise durch die Studierenden hilfreich. Die technische Umsetzung in Moodle war unproblematisch, da die Plattform vielfältige Möglichkeiten zur Erstellung von Wissenstests bietet. Gelegentlich auftauchende Detailfragen konnten mithilfe des ZMI gelöst werden. Da die Bearbeitung der multimedialen Übung freiwillig erfolgt, stellt auch die Nutzung durch die Studierenden eine Herausforderung dar. Um die Wahrnehmung des Lernangebots zu erhöhen, wurde es an präsenter Stelle in Moodle platziert und um aktivierende Elemente, wie bspw. einem Fortschrittsbalken, ergänzt.

Wie war die Reaktion der Studierenden?

Die multimediale Übung wird relativ zahlreich von den Studierenden genutzt, vor allem im Vorfeld der Klausuren steigt die Aktivität. Explizite Rückmeldungen stehen noch aus. Hierfür ist in dem Selbstlerntest eine freiwillige, anonyme Evaluationsmöglichkeit integriert.

Was planst du noch für die Zukunft im Zusammenhang mit dem Projekt?

Das innovative Lehrprojekt soll stetig optimiert werden, wobei die Rückmeldungen von Studierenden besonders hilfreich sind. Eine Erweiterung des auf freiwilliger Basis durchzuführenden Selbstlerntests dagegen ist derzeit nicht geplant, da ansonsten der Bearbeitungsumfang für die Studierenden zu groß werden würde. Die im Zuge des durchgeführten Projekts gewonnenen Erkenntnisse bilden einen guten Ausgangspunkt dafür, in Zukunft weitere digitale Lerninhalte zu erstellen und so erworbene Kompetenzen erneut anzuwenden und zu vertiefen.



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