Bericht vom Moodle Hochschultreffen in Ilmenau am 30.11./01.12.2017

Flyer zum Moodle-Hochschultreffen an der TU Ilmenau
Quelle: TU Ilmenau (www.tu-ilmenau.de/basicplus)

Die Lernplattform Moodle wird nicht nur an der Fernuniversität eingesetzt, sondern auch an vielen weiteren Hochschulen. Im deutschsprachigen Raum hat sich deshalb eine Community etabliert, die sich regelmäßig zum Einsatz von Moodle im Kontext Hochschule austauscht. Der Austausch findet zum Beispiel in einem gemeinsam genutzen Moodle-Kurs, dem “Moodle-Hochschulforum” statt. Zusätzlich wird 1-2 mal im Jahr auch ein Präsenztreffen organisiert. Zum zweiten Treffen im Jahr 2017 hat die TU Ilmenau eingeladen und etwa 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer von zahlreichen verschiedenen Hochschulen sind der Einladung gefolgt.

Onlinetests in Moodle

Nach der offiziellen Begrüßung durch den Prorektor für Bildung der TU Ilmenau wurden am ersten Veranstaltungstag verschiedenen Themen in je 2 parallelen Workshops diskutiert. In der ersten Session habe ich mich am Workshop zu Onlinetests beteiligt. Zunächst wurde in einem Input-Vortrag ausführlich über die Erfahrungen mit Onlinetests an der Univerisität Leipzig berichtet. Anschließend bestand ausreichend Raum, um weitere gezielte Fragen an die Referentin zu stellen. Im Anschluß berichteten dann weitere Hochschulen von Ihren Erfahrungen und wir diskutierten allgemeine Fragen, typische Probleme sowie verschiedene Lösungsansätze. Im Zentrum stand dabei das Szenario einer computergestützten, lokalen Abschlußprüfung. Es gab aber auch Raum für allgemeine Diskussionen zu Frageformaten in Moodle, die ja auch studienbegleitend und als Selbsttest eingesetzt werden können. Besonders interessant war, dass es Features gibt, die von sehr vielen Hochschulen vermisst werden. Gleichzeitig wird aber bisher nur sehr eingeschränkt von den Möglichkeiten Gebrauch gemacht entsprechende Bedarfe über den Moodle-Tracker an das Moodle Headquarter oder an die Moodle Users Association zurück zu melden. Hier wurde vereinbart, sich in Zukunft besser abzustimmen und die vorhandenen Feedback-Kanäle zu nutzen.

Einbindung multimedialer Inhalte in Moodle

In der zweiten Session habe ich mich für das Thema “Einbindung multimedialer Inhalte in Moodle” entschieden. Ein Vortrag aus der Friedrich-Schiller-Universität Jena führte in das Thema ein und klärte Begrifflichkeiten. Anschließend wurde sehr breit diskutiert und viele verschiedene Hochschulen berichteten von Ihren Erfahrungen. Dabei wurden unter anderem auch Fragen zur Barrierefreiheit angesprochen. Erfreulich ist, dass es zum Beispiel auch positive Erfahrungsberichte zum h5p-Plugin gab, das sich an der Fernuniversität gerade in einem Testbetrieb befindet.

Auswirkungen von neuen gesetzlichen Regelungen zu Urheberrecht und Datenschutz

Am zweiten Tag wurden im großen Plenum und ohne geteilte Sessions zunächst so wichtige Themen wie Urheberrecht und Datenschutz diskutiert. Das neue „Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz“ (UrhWissG) tritt am 1. März 2018 in Kraft. Und die neue Datenschutzgrundverordnung (“EU General Data Protection Regulation”, GDPR) folgt am 25.05.2018. Hier stand im Zentrum die Diskussion darüber, welche Anforderungen dadurch für den Betrieb der Moodle-Plattformen an den Hochschulen zukommen könnten und welche Möglichkeiten es schon gibt, damit umzugehen. Im Anschluss wurden noch verschiedene Plugins vorgestellt und diejenigen Hochschulen, die sich bereits an der Moodle Users Association beteiligen, berichteten von ihren (überwiegend positiven) Erfahrungen.

Insgesamt gab es zahlreiche interessante Aspekte und Anregungen, die ich sicherlich auch in die gemeinsame Arbeit des Moodle-Teams an der Fernuniversität einbringen kann. Wie üblich waren neben der gut organisierten Veranstaltung auch die informellen Gespräche mit den Kolleginnen und Kollegen an den anderen Hochschulen sehr wertvoll.

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